METALLART-Beitrag | Häuser + Schöner Wohnen | 2024
02.04.2024
IM DETAIL | SIE HABEN DEN DREH RAUS !
Vielseitig, platzsparend und skulptural:
Wendel- oder Spindeltreppen sind Raumwunder & Wohnobjekte.
"Wendeltreppen sind Platzspartalente – die ersten ihrer Art stammen vermutlich aus dem Brunnenbau, wo sie sich entlang der zylindrischen Schachtmauer um ein offenes Zentrum nach unten wanden. Später, im Mittelalter, ging es dann eher nach oben:
in die runden Türme von Kirchen, Schlössern und Burgen. Das offene Zentrum, auch „Auge“ genannt, unterscheidet diese Form der Treppe von ihrer nahen Verwandten, der Spindeltreppe, die um einen stützenden Mittelpfosten herum verläuft. Wie im Granary House benötigt diese besonders kompakte Form der Treppe durch ihren kleinen Durchmesser wenig Grundfläche – je nach Raumbeschaffenheit nur wenige Quadratmeter.
Mit ihren wie schwebend am Mittelpfosten befestigten Stufen und dem feinen Stahlgeländer wirkt sie gleichzeitig filigran und kunstvoll. Wer so eine begehbare Skulptur plant, sollte sich dennoch bewusst machen, dass der Komfort beim Auf- und Abstieg natürlich nicht der gleiche ist wie bei einer mehrläufigen Treppe.
Die Vibration der Stufen kann durch deren einseitige Aufhängung recht stark ausfallen, sie sollten deshalb aus robustem Hartholz gefertigt sein. Auch wird die Wendel- oder Spindeltreppe von manchen als eng empfunden, und die Stufen laufen zum Mittelpfosten hin schmal zu, was die Trittsicherheit beeinträchtigen kann.
Doch was ist all das gegen ihren kühnen Schwung!""